
Seit dem Schuljahr 2024/2025 arbeiten wir mit Schule im Aufbruch zusammen. Durch diese Kooperation möchten wir unsere Schule auf den Weg bringen, sich zu verändern und damit den Herausforderungen und Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern bzw. Sorgeberechtigten – und damit der gesamten Schulgemeinschaft auch in Zukunft gerecht werden zu können.
1. Umsetzung der Transformation mit Schule im Aufbruch an der 107. Oberschule
Klicken Sie auf folgende Überschriften der Zeitleiste, um mehr über den Transformationsprozess der 107. Oberschule zusammen mit Schule im Aufbruch zu erfahren:
➡️ Warum wir diesen Weg gehen
Die 107. Oberschule Dresden ist seit dem Schuljahr 2025/26 Teil des bundesweiten Startchancen-Programms. Ziel des Programms ist es, Schulen mit besonderen Herausforderungen gezielt zu stärken und langfristige Schulentwicklungsprozesse zu ermöglichen. Für unsere Schule bildet das Startchancen-Programm den strategischen Rahmen, innerhalb dessen pädagogische, organisatorische und strukturelle Entwicklungsmaßnahmen geplant und umgesetzt werden.
Um diesen Rahmen inhaltlich und prozessual auszugestalten, arbeitet die 107. Oberschule Dresden mit der Initiative Schule im Aufbruch zusammen. Die Transformationsbegleitung unterstützt die Schule dabei, Entwicklungsprozesse ganzheitlich zu denken und Lern- und Schulkultur im Sinne eines Whole School Approach weiterzuentwickeln. Zentrales Steuerungs- und Arbeitsgremium dieses Prozesses ist das schulinterne Wandelteam, das die Entwicklungsarbeit koordiniert, Beteiligung ermöglicht und die Umsetzung der vereinbarten Ziele vorantreibt.
Die folgende Chronik dokumentiert diesen Weg – vom Einstieg in das Startchancen-Programm über die Zusammenarbeit mit Schule im Aufbruch bis hin zur konkreten Arbeit des Wandelteams – und macht den Transformationsprozess für die Schulgemeinschaft und die Öffentlichkeit transparent.
➡️ Vorstellung von Schule im Aufbruch und der Transformationsbegleitung
Am 18. November 2024 stellte sich die Initiative Schule im Aufbruch der Schulgemeinschaft der 107. Oberschule Dresden vor. In einer Präsentation gaben die Transformationsbegleiterinnen Sandy Dilba und Claudia Dikmans einen Überblick über Zielsetzung, Haltung und Arbeitsweise der Initiative sowie über das Konzept einer langfristig angelegten Transformationsbegleitung. Im Mittelpunkt standen Fragen von Schulkultur, Lernkultur, Führung sowie die Bedeutung eines ganzheitlichen Schulentwicklungsansatzes.
Darüber hinaus wurden zentrale Elemente der Begleitung erläutert, darunter der Whole School Approach, die Rolle eines schulischen Wandelteams sowie die schrittweise Arbeit über Situationsanalyse, Visionsentwicklung und Umsetzung. Die Veranstaltung diente dem gegenseitigen Kennenlernen und bildete den ersten inhaltlichen Ausgangspunkt für eine mögliche Zusammenarbeit.
➡️ Anstiftungsworkshop
Am 22. Januar 2025 wurde an unserer Schule ein Anstiftungsworkshop mit einem kleinen schulischen Kernteam durchgeführt. Der Workshop erstreckte sich über mehrere Stunden und verfolgte das Ziel, einen geschützten Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit schulischer Transformation zu schaffen sowie grundlegende Fragen zu Sinn, Motivation und Ausgangslage der Schule zu klären.
An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Schulleitung, Lehrkräften und weiteren pädagogischen Akteuren teil. Die bewusst klein gehaltene Gruppengröße ermöglichte eine intensive inhaltliche Arbeit sowie offene und ehrliche Reflexionen über Herausforderungen, Belastungen und Entwicklungsbedarfe im Schulalltag. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Warum braucht unsere Schule Veränderung? Was funktioniert bereits gut? Welche Themen sind für einen langfristigen Entwicklungsprozess besonders relevant?
Inhaltlich arbeitete das Team mit grundlegenden Elementen des Loop-Approaches, der Schulentwicklung nicht als linearen Veränderungsprozess mit festem Endpunkt versteht, sondern als fortlaufenden Lern- und Anpassungsprozess. In moderierten Austauschformaten, Reflexionsphasen und ersten Strukturierungsübungen wurden zentrale Themenfelder identifiziert, die in den folgenden Monaten weiter geöffnet und mit der gesamten Schulgemeinschaft bearbeitet werden sollten.
Der Anstiftungsworkshop erfüllte eine zentrale strategische Funktion im Gesamtprozess: Er diente der inneren Ausrichtung eines ersten Kernteams, schuf ein gemeinsames Verständnis von Schulentwicklung und legte die inhaltliche Grundlage für die spätere Beteiligung weiterer Akteure. Damit markierte der Workshop den Übergang von ersten Überlegungen hin zu einem bewusst gestalteten, strukturierten Transformationsprozess.
➡️ Beschluss der Schulkonferenz
Am 3. März 2025 fasste die Schulkonferenz der 107. Oberschule Dresden den Beschluss zur Teilnahme am Startchancen-Programm und zur Kooperation mit Schule im Aufbruch. Zuvor waren Elternschaft, Schülerschaft und Lehrkräfte durch die Schulleitung umfassend über Ziele, Inhalte und Rahmenbedingungen informiert worden.
Mit dem positiven Beschluss der Schulkonferenz wurde die formale Grundlage geschaffen, den begonnenen Transformationsprozess verbindlich weiterzuführen. Die Entscheidung ermöglichte die vertiefte Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) sowie mit Schule im Aufbruch und stellte einen zentralen Meilenstein im Gesamtprozess dar.
➡️ Aufbruchworkshop im Rahmen des pädagogischen Tages
Am 26. März 2025 fand an der 107. Oberschule Dresden ein ganztägiger pädagogischer Tag statt, der als zentraler Aufbruchworkshop im beginnenden Transformationsprozess konzipiert war. Der Workshop erstreckte sich über einen Zeitraum von rund fünf Stunden und verfolgte das Ziel, die gesamte Schulgemeinschaft in den anstehenden Schulentwicklungsprozess einzubeziehen und ein gemeinsames Verständnis für Notwendigkeit, Richtung und Umfang schulischer Veränderung zu schaffen.
An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter aller Statusgruppen teil: Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern. Damit wurde bewusst ein Format gewählt, das schulische Entwicklung nicht ausschließlich als Aufgabe von Gremien oder der Schulleitung begreift, sondern als gemeinschaftlichen Prozess. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden ermöglichte es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und schulische Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Inhaltlich orientierte sich der Tag am Whole School Approach. In mehreren Arbeitsphasen setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Entwicklungsdimensionen auseinander, darunter Lern- und Lebensraum Schule, Lernkultur, Schulkultur, Gesundheit sowie die Rolle der Schule in der Gesellschaft. Mithilfe strukturierter Methoden wie Impulsphasen, moderierten Austauschformaten, Gruppenarbeiten und Resonanzrunden wurden Anknüpfungspunkte, bestehende Stärken und sogenannte „Schmerzpunkte“ der Schule identifiziert. Ein zentrales Element bildete dabei der Whole School Quick Check, der eine erste systematische Standortbestimmung aus Sicht der Schulgemeinschaft ermöglichte.
Der pädagogische Tag erfüllte mehrere Funktionen zugleich: Er schuf Transparenz über den anstehenden Transformationsprozess, machte unterschiedliche Wahrnehmungen innerhalb der Schulgemeinschaft sichtbar und legte die inhaltliche Grundlage für die nachfolgende Situationsanalyse. Gleichzeitig wurde deutlich, dass schulische Entwicklung an der 107. Oberschule als gemeinsamer, beteiligungsorientierter Prozess verstanden wird. Der Aufbruchworkshop markierte damit einen entscheidenden Übergang von der vorbereitenden Phase hin zu einer strukturierten, datenbasierten Schulentwicklung, an der 107. Oberschule als gemeinsamer, beteiligungsorientierter Prozess verstanden wird. Der Aufbruchworkshop markierte damit einen entscheidenden Übergang von der vorbereitenden Phase hin zu einer strukturierten, datenbasierten Schulentwicklung.
➡️ Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
Im Juni 2025 wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen der 107. Oberschule Dresden und Schule im Aufbruch unterzeichnet. Mit der Vereinbarung bekräftigten beide Seiten ihre Absicht, den schulischen Transformationsprozess auf Grundlage des Whole School Approach im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch zu gestalten.
Die Vereinbarung sieht eine zweijährige Transformationsbegleitung ab dem 1. September 2025 vor. Zentrale Bestandteile sind der Aufbau und die Arbeit eines multiprofessionellen Wandelteams, regelmäßige Arbeits- und Reflexionsformate sowie eine fortlaufende Situationsanalyse und Wirkungsmessung. Mit der Unterzeichnung wurde der Schulentwicklungsprozess formal abgesichert und in eine verbindliche Umsetzungsphase überführt.
➡️ Kick-off des Wandelteams
Am 15. September 2025 fand das Kick-off des neu gebildeten Wandelteams statt. Der Workshop markierte den offiziellen Start der zweijährigen Transformationsbegleitung. Mitglieder der Schulleitung und Lehrkräfte kamen zusammen, um den bisherigen Prozess zu reflektieren und die weitere Zusammenarbeit zu strukturieren.
Im Mittelpunkt standen die Klärung von Rollen und Zuständigkeiten, die Vereinbarung gemeinsamer Arbeitsregeln sowie die Einordnung des Transformationsprozesses im Sinne des Loop-Ansatzes. Darüber hinaus wurden nächste Schritte festgelegt, insbesondere die Vorbereitung der Situationsanalyse und die Etablierung regelmäßiger Arbeitsformate des Wandelteams.
➡️ Durchführung der Situationsanalyse
Im Zeitraum Oktober bis November 2025 wurde an der 107. Oberschule eine umfassende Situationsanalyse durchgeführt. Grundlage bildete eine schulweite Online-Umfrage, an der sich Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte beteiligen konnten. Ziel war es, ein differenziertes Bild der schulischen Ausgangslage zu gewinnen und sowohl Stärken als auch Entwicklungsbedarfe sichtbar zu machen.
Die Befragung stellte einen zentralen Baustein der datengestützten Schulentwicklung dar. Von Beginn an wurde transparent kommuniziert, dass die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und als Grundlage für weitere Entwicklungsentscheidungen genutzt werden sollen.
➡️ Auswertung der Situationsanalyse im Workshop
Am 14. November 2025 fand ein ganztägiger Analyseworkshop zur Auswertung der zuvor durchgeführten Situationsanalyse statt. Der Workshop wurde gemeinsam mit der Transformationsbegleitung durchgeführt. Ziel war es, die Ergebnisse der schulweiten Umfrage systematisch auszuwerten, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und zentrale Entwicklungsfelder für die weitere Schulentwicklung herauszuarbeiten.
Grundlage des Workshops bildeten die Ergebnisse einer umfassenden Online-Befragung, an der sich insgesamt 412 Personen beteiligten. Darunter waren 258 Schülerinnen und Schüler, 129 Eltern sowie 25 Lehrkräfte. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 20. Oktober bis 9. November 2025 durchgeführt und diente als datenbasierte Grundlage für den weiteren Transformationsprozess. Die Ergebnisse wurden ausdrücklich als Momentaufnahme der beteiligten Gruppen eingeordnet und nicht als repräsentatives Abbild der gesamten Schulgemeinschaft verstanden.
Die Auswertung erfolgte entlang von acht zentralen Themenfeldern im Sinne des Whole School Approach:
1. Lern- und Lebensraum Schule
2. Gesundheit
3. Lernkultur
4. Schulkultur
5. Wirkung der Schule in die Gesellschaft
6. Digitalität
7. Datenerhebung und Evaluation
8. Teamarbeit, Führungsverständnis und TransformationskompetenzenIn gemischten Arbeitsgruppen aus Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulleitung wurden Stärken, Herausforderungen und Entwicklungsbedarfe in diesen Bereichen diskutiert. Besonders intensiv thematisiert wurden unter anderem der Mangel an Ruhe- und Rückzugsräumen, Fragen der Pausen- und Tagesrhythmisierung, Aspekte der Gesundheitsförderung, die Weiterentwicklung der Lernkultur, der Umgang mit digitalen Medien sowie das Erleben von Schulkultur und Zusammenarbeit im Schulalltag.
Der Workshop markierte den Übergang von der Analyse- in die konkrete Entwicklungsphase. Die gemeinsam erarbeiteten Erkenntnisse bilden seither eine zentrale Grundlage für die Priorisierung weiterer Maßnahmen, die Arbeit des Wandelteams sowie die inhaltliche Ausrichtung der Schulentwicklung im Rahmen des Startchancen-Programms.
➡️ Workshop des Wandelteams „Sinn, Stärken & Rollen“
Am 8. Januar 2026 traf sich das Wandelteam zu einem ganztägigen Workshop mit dem Schwerpunkt „Sinn, Stärken & Rollen“. Der Workshop knüpfte unmittelbar an die Ergebnisse der Situationsanalyse an.
Im Zentrum stand die Klärung des Selbstverständnisses des Wandelteams. Die Teilnehmenden erarbeiteten einen ersten gemeinsamen Sinn-Satz, reflektierten individuelle und kollektive Stärken und schärften bestehende Rollen und Verantwortlichkeiten. Damit wurde eine zentrale Grundlage für die weitere strukturierte und gemeinschaftliche Arbeit im Transformationsprozess gelegt.

